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Wiener Zeitung - by Edwin Baumgartner

"Images of a Homeland" nennt Marjan Kiepura seine Chopin-CD. Das "Polnische" an Chopin sucht Kiepura aufzuspüren, und natürlich ist das primär eine Auseinandersetzung des Pianisten mit seiner Identität, die er als polnisch auffasst (der Sohn deSänger-Ehepaares Marta Eggerth und Jan Kiepura ist in Paris geboren und in den USA ausgebildet, wo er auch lebt). Gerade diese Suche nach den eigenen Wurzeln macht die Auseinandersetzung Kiepuras mit Chopin so spannend: Weil die eminente Musikalität des Pianisten Eigenwilligkeiten miteinschliesst, weil die Interpretationen intim anmuten und ohne salonhafte Schaustellung auskommen. Kiepura hat den Notentext sehr genau gelesen, aber auch quasi hinter die Noten geblickt. Glatt ist bei ihm nichts, dafür alles sehr berührend und auf dezente Art überwältigend. Unbedingt empfohlen!

Sigrid Trummer: Zeitgenössische

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